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15. April 2015


Ein spielerischer Zugang zur Intuition

Wie kann man neues Wissen generieren und es gleichermaßen für den Innovationsprozess im eigenen Unternehmen nutzbar machen? Eine Antwort auf diese Frage ist die Methode der Systemaufstellung. Zu diesem Thema fand für interessierte Unternehmer aus der Region und neugierige Studenten der Hochschule Ansbach am 26. März 2015 ein Experimentierworkshop in den Kreativräumen der Hochschule statt.

Systemaufstellungen als spielerischer Zugang zur Intuition

2001 hatte Dipl. Kfm. Jürgen Rippel den ersten Kontakt zur Methode der Systemaufstellung. „Es hat mich so fasziniert, dass ich seit dem wie gefesselt davon bin“, so Rippel. Die zentrale Frage, die man sich dabei stellen muss, ist, wie wir von unserem „Box-Denken“ in eine andere Welt, das Unbewusste, gelangen können. „Und genau hier hilft die Systemaufstellung. Sie ist eine sehr charmante Methode, um klassische Muster zu durchbrechen, an etwas anzudocken und Neues zu erkennen“, sagte Jürgen Rippel.

Forschungsverbund zwischen Hochschule Ansbach und Universität Bremen

Zahlreiche Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen kamen zum Workshop, beispielsweise ein Product-Manager, ein Businesscoach, ein Heilpraktiker oder Studenten aus dem Marketing-Schwerpunkt. Ihre Motivation waren Neugier und der Wille, neue Methoden zu erlernen. Neben ihnen reiste auch Prof. Dr. Georg Müller-Christ aus Bremen zum Experimentierworkshop an. Die Hochschule Ansbach befindet sich in einem Forschungsverbund mit der Universität Bremen. Beide sind im Methodenseinsatz der Systemaufstellungen federführend. „Unser Anliegen ist es, die Methode für die Wissenschaft zu erschließen und gleichermaßen in die Unternehmen zu tragen“, sagte Prof. Dr. Müller-Christ.

Erste Systemaufstellung – fünf Elemente und das Neue

Nach einer kurzen Einführung wurde es ernst für die Teilnehmer – die erste Systemaufstellung stand bevor. Dazu wurden fünf Elemente aufgestellt: Das Bestehende, das wissende Feld, die emergente Zukunft, das Chaos, die Unordnung und die Absicht. Anschließend wurde das Neue, ohne zu wissen, wer wer ist, in den Raum geholt und musste sich seinen Platz suchen. Das Feld fing sofort an, aufeinander zu reagieren. Gefühle wie Abneigung, Spannung oder Freude befanden sich plötzlich im Raum. Anschließend wurde das Neue spezifiziert. Einmal als disruptive, technologische Innovation, dann als disruptive, soziale Innovation, anschließend als inkrementale, soziale Innovation und schließlich als inkrementale, technologische Innovation. Jedes Mal reagierte das Feld anders auf das Neue.

Wechsel von Impulsiv- auf Akteursebene

Nach einer jeweiligen kurzen Analyse fand ein Wechsel von der Impulsiv- auf die Akteursebene statt und der Forscher, der Erfinder, der Entdecker und der Magier betraten das Feld. Neue Empfindungen fuhren durch die Elemente. Zu guter Letzt wechselte Prof. Dr. Georg Müller-Christ auf die Persönlichkeitsebene und brachte durch verdeckte Zuweisung fünf Intelligenzen in das Feld – die Intuition, die Spiritualität, die Moral, die Ästhetik und die Rationalität – um zu sehen, wie das Neue und die Elemente jeweils darauf reagieren. Das Ergebnis waren erneut unterschiedlichste Empfindungen, beginnend von Unruhe und Übelkeit bis hin zu Kraft und Erleichterung.

Zweite Systemaufstellung mit einem potenziellen Kunden

Dipl. Kfm. Jürgen Rippel hatte schon einige Systemaufstellungen mit großen Konzernen wie Porsche oder Siemens durchgeführt. Die Nähe zur Praxis sollten die Teilnehmer des Workshops nun auch spüren, denn unter ihnen befanden sich zwei Unternehmer, die zusammen ein Produkt entwickelt haben und dieses auf dem Markt platzieren wollen. Darum befasste sich die zweite Systemaufstellung mit eben diesem Thema. Es wurde ein Feld mit vier Energieträgern aufgestellt, in welchem Akteure verdeckt platziert wurden. Ziel war es, ein Spannungsfeld aufzubauen, um Kommunikation entstehen zu lassen und so den Markt für das Produkt zu definieren. Die Auflösung zeigte ein stimmiges Ergebnis. „Wir haben einen super Lösungsansatz bekommen“, so einer der beiden Unternehmer.

Dritte Systemaufstellung - freies Reden und Bewegen im Spiel der Begriffe

In einer dritten und letzten Systemaufstellung wurden keine Positionen oder ähnliches vorgegeben. „Jede Bewegung und jedes Aussprechen ist erlaubt“, so Prof. Dr. Müller-Christ. Insgesamt fünf Elemente bewegten sich so frei im Raum. Die Auflösung zeigte, dass die zuvor verdeckten Elemente Balance, Ressourcen, Gesundheit, höherer Sinn und Intuition in einem sehr stimmigen Verhältnis zueinander standen. „Alles was kommt, kommt in der Auseinandersetzung miteinander“, sagte Prof. Dr. Müller-Christ.

Positives Feedback der Teilnehmer

Spannend, bereichernd, faszinierend – mit diesen Worten bewerteten die Teilnehmer den Workshop am Ende eines sehr intensiven Tages. Zudem konnten sich alle vorstellen, Systemaufstellungen öfter zu machen. „Ich konnte viele tolle Impulse für mich mitnehmen und fand es sehr bewegend“, meinte eine Teilnehmerin. Impulse, die somit unsere Intuition erreichen und unsere Kreativität fördern.


 

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